VerbundNetzwerk Kinderschutz Meckenburgische Seenplatte

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Historie des Netzwerkes "Frühe Hilfen und Kinderschutz" Neustrelitz

Es gibt keine großen Entdeckungen und Fortschritte, solange es noch ein unglückliches Kind auf Erden gibt. (Albert Einstein) 

  • Das Netzwerk Kinderschutz Neustrelitz konstituierte sich am 29. November 2012 im Landratsamt Neustrelitz. Die eingeladenen Netzwerkpartner/Innen aus den Bereichen des Gesundheitswesens, Familienhebammen, Ärzte, Schulleiter, Familienrichter, Polizeibeamte, Fachkräfte der Fachbereiche des Jugendamtes, Vertreter von Politik, Agentur für Arbeit, Jobcenter, Vertreter von Schulsozialarbeiter/Innen, Vertreter von Schwangerschaftsberatungsstellen, Vertreter von Familienbildungsstätten, Frühförderstellen, Beratungsstellen zur Bewältigung von sozialen Problemen, Vertreter des Sozialamtes usw. wurden über das veränderte Bundeskinderschutzgesetz vom 1. Januar 2012 informiert.
  • Durch die Größe des Landkreises Mecklenburgische Seenplatte war es notwendig, dass verbindliche Strukturen und Zusammenarbeiten von unterschiedlichen Professionen in regionalen Netzwerken entwickelt werden mussten. Um dem Auftrag entsprechend § 3 Abs. 2 KKG gerecht zu werden, die verbindliche Zusammenarbeit unterschiedlicher Professionen zu stärken, wurden erste Verständigungen zur Ausrichtung und Zielsetzung des Netzwerkes besprochen.

Was hieß das für das Netzwerk Kinderschutz Neustrelitz?

  • Die bereits bestehende regionale bilateralen Zusammenarbeit im Kinderschutz sollten erhalten bleiben und unter Netzwerkgesichtspunkten ausgebaut und gefestigt werden. Die bilateralen Beziehungen zwischen Kinderschutzakteuren im Sozialraum des ehemaligen Altkreises Mecklenburg Strelitz mussten nun in ein regionales Netzwerk Kinderschutz eingebunden werden.
  • Nach der Gründung des „VerbundNetzwerkKinderschutz Mecklenburgische Seenplatte“ am 20. März 2013 konnten nun die ersten Aufgaben des Netzwerkes, Ideensammlungen und Arbeitsweisen gebündelt werden. Doch zuvor war es wichtig, dass die unterschiedlichen Professionen sich besser gegenseitig kennenlernen und eine gemeinsame Sprache entwickeln. Thema waren u. a. „Woran erkenne ich eine Kindeswohlgefährdung? Welche ersten Schritte muss ich einhalten, um die Kindeswohlgefährdung zu bearbeiten?
  • Hierzu informierten Netzwerkakteure aus der freien und öffentlichen Jugendhilfe die Akteure aus anderen Professionen anhand gesetzlicher Rahmenbedingungen aus ihrer täglichen Arbeit. Sie berichteten über die Hilfsangebote für Familien und erläuterten den Schutzauftrag bei Kindeswohlgefährdung nach § 8a SGB VIII. Durch die praxisnahe Darstellung von anonymen Fallbeispielen verstanden die Professionen die Vorgehensweisen und Aufgaben der freien und öffentlichen Jugendhilfe bei der Meldung von Kindeswohlgefährdungen. Auch die Verständigung über Zuständigkeiten, Kompetenzen, Bedarfe, Grenzen der einzelnen Professionen wurden thematisiert. Somit entstanden die ersten Themenschwerpunkte, wie z. B. die Erarbeitung von Handreichungen im Bereich des Kinderschutzes; das Vorstellen von Standards einzelner Professionen.
  • Die 2. Netzwerksitzung am 27. Februar 2013 des Netzwerkes Kinderschutz Neustrelitz eröffnete weiteren Professionen die Möglichkeit, aktiv an der Vernetzung, Kooperation und inhaltlichen Gestaltung mitzuwirken. Die inhaltliche Ausgestaltung der Netzwerkarbeit wurde von den Netzwerkpartnern/Innen eingefordert, wie das bessere Kennenlernen der einzelnen Professionen, insbesondere die Verständigung über Zuständigkeiten, Schnittstellen und Kommunikationswege. Weiterhin baten die Netzwerkpartner/Innen um Fortbildungen und entsprechende Wissensvermittlungen im Bereich der Kindeswohlgefährdung und nicht zuletzt die aktive Öffentlichkeitsarbeit für alle Beteiligten.
  • Das Projekt „BRÜCKEN BAUEN“ für präventiven Kinderschutz wurde den Netzwerkpartnern auf der 3. Sitzung des Netzwerkes Kinderschutz am 29. Mai 2013 vorgestellt. in weiterer Schwerpunkt der 3. Sitzung des Netzwerkes Kinderschutz Neustrelitz war die Vernetzung und Kooperation mit Fachkräften, die eine Ausbildung zur insoweit erfahrenen Fachkraft absolviert haben und bei Problemsituationen im Bereich des Kinderschutzes Kontaktpersonen im Landkreis Mecklenburgische Seenplatte Ansprechpartner sind.
  • Die 4. Sitzung am 28. August 2013 erarbeitete durch ein Brainstorming weitere Aufgabeninhalte des Netzwerkes. Schwerpunkte der Beratung waren die verbindlichen Formen und Methoden der Zusammenarbeit zwischen den unterschiedlichen Professionen zu entwickeln sowie weiterhin das bessere Kennenlernen der Netzpartner/ -innen zum fachlichen Austausch der unterschiedlichen Professionen und Arbeitsfelder im Bereich des Kinderschutzes als wichtigen Baustein in der Entwicklung der Netzwerkarbeit zu sehen. Das gemeinsame Entwickeln von trägerübergreifenden Standards bei Fällen von Kindeswohlgefährdung für alle Netzwerkpartner/Innen wurde als sehr wichtig erachtet, da durch eine gemeinsame Sprache zwischen den unterschiedlichen Netzwerkpartner/Innen der fachliche Input gegeben werden kann. Die Gründung von themenorientierten Arbeitsgruppen unter Berücksichtigung der Fachgebiete Erziehungsberatung / Allgemeiner Sozialer Dienst / ambulante und stationäre Betreuung wurden weiterhin in der Ideensammlung benannt. Die Nutzung von Methodenvielfalt bei der Zusammenarbeit in den Arbeitskreisen, die Katalogerstellung von Weiterbildungsangeboten, Fachtagungen, Coaching sowie Präventionsangebote im Bereich der Frühen Hilfen wurden für die nächsten Aufgabenstellungen festgeschrieben. Auch die Erstellung einer Plattform zur Steuerung von Methodenvielfalt, Veröffentlichung der Aufgabenfelder der jeweiligen Netzwerkpartner /Innen wurde durch die Netzwerkpartner/Innen empfohlen.
  • Eine Fortbildung zum Thema „Einführung in Gefahr- und Risikoeinschätzung einer möglichen Kindeswohlgefährdung“ wurde am 26. Februar 2014 für alle Netzwerkpartner/Innen durchgeführt.

    April 2014

    Veröffentlichung von Materialien zur transparenten Darstellung der Netzwerkarbeit Kinderschutz / Frühe Hilfen im Landkreis MSE, auf der strategischen Ebene erfolgte die Eröffnung des Internetauftrittes http://vnkinderschutz.lk-mecklenburgische-seenplatte.de des „VerbundNetzwerkKinderschutz Mecklenburgische Seenplatte“ mit den aktuellen Kontaktdaten der Netzwerkakteure aus der Region Mecklenburg Strelitz, die chronologische Darstellung der Historie des Netzwerkes Frühe Hilfen und Kinderschutz

    Mai 2014

    Mitgestaltung des Fachtag „ICH BIN DANN MAL WEG…“ - Suizidprävention und Krisenintervention in der Pubertät“ durch unterschiedlichen Professionen aus den Netzwerk Kinderschutz mit Diskussionsbeitrag zur Mitwirkung bei Krisenintervention und Suizidprävention in Vernetzung mit jeweiligen Fachkräften aus der Region.

    Gründung von 4 Arbeitskreisen mit den jeweiligen Zielen und Aufgaben;

    1. AK „Zusammenarbeit Netzwerkakteure mit der LFS Suizidprävention MV e. V.

    2. AK „Förderung der Zusammenarbeit zwischen Jugendamt und Professionen des Gesundheitswesens“

    3. AK „ Gestaltung von verbindlichen Strukturen in der Zusammen-arbeit der unterschiedlichen Professionen – Abbau von Stolpersteinen

    4. AK „Schutz von Kindern und Jugendlichen im Kontext sexueller Missbrauch“

    Oktober 2014

    Gemeinsames 2. Coaching mit dem Bündnis Kinderschutz MV und der Steuerungsgruppe der 4 regionalen Netzwerke Kinderschutz LK MSE und der Steuerungsgruppe des VerbundNetzwerkKinderschutz des LK MSE zur Vorbereitung und Entwicklung einer Kooperationsvereinbarung als Grundlage für eine verbindliche Zusammenarbeit und Instrument der Qualitätssicherung.

    Februar 2015

    Vorstellen des Entwurfs des Flyers „Kinderschutz geht alle an“ mit unterschiedlichen Kontaktdaten aus den Bereich Kinder- und Jugendhilfe und Gesundheitswesen aus dem Sozialraum Mecklenburg Strelitz

    März 2015

    Mitgestaltung der Fachveranstaltung „Kinderschutz macht Schule – erfolgreich nur im Tandem“ durch Netzwerkakteure der Region Mecklenburg Strelitz

    April 2015

    Die „KinderschutzNetzwerkPhilosophie“ wurde am 29. April 2015 auf der 5. Beratung des „Verbund-NetzwerkKinderschutz Mecklenburgische Seenplatte“ feierlich unterzeichnet und somit in Kraft gesetzt.

    Juni 2015

    Fortbildung aller Netzwerkakteure mit dem Bündnis Kinderschutz MV/c/o Start gGmbH zum Thema: „Präventive professionsübergreifende Netzwerkarbeit im Kinderschutz – sensible Ansprache von und sensibler Umgang mit Eltern im Falle einer vermuteten Kindeswohlgefährdung

    Oktober 2015

    Vorstellung der Plakate „Kinderschutz schaut nicht weg“ für KITA, Schulen, Jugendeinrichtungen und Institutionen

    Vorstellung der Broschüre ein Wegweiser für Kinder, Jugendliche und Erwachsene mit überarbeiteten Kontaktdaten aus der Region Mecklenburg Strelitz

    Februar 2016

    Fortbildung aller Netzwerkakteure zum Thema „Vernetzung von unterschiedlichen Professionen unter Beachtung des Datenschutzes im Bereich der Frühen Hilfen und des Kinderschutzes durch den Datenschutzbeauftragten des LK MSE

    April 2016

    Neugestaltung der Öffentlichkeitsmaterialien 5 Plakate für 4 regionale Netzwerke Frühe Hilfen und Kinderschutz und die Broschüre Wegweiser für Kinder, Jugendliche und Erwachsenen für den Sozialraum Mecklenburg Strelitz